Speakers Corner 2.0 – was bewegt euch?

Wie ist das Leben in Kairo? Was passiert in Kolumbien? Wie steht es um den aktuellen Umzug des Campus Garten, die Mitsprache Möglichkeiten an der Fakultät und um den Radentscheid in Weimar? Welche Handlungsspielräume haben oppositionelle Bürgermeister in autokratische Nationalstaaten?

Fünf spannende Themen, die am Donnerstag, den 13. Mai 2021, bei der Speaker’s corner vorgestellt und diskutiert werden. Die speaker’s corner findet im Rahmen der OASE statt und wir laden euch herzlich dazu ein, mit den fünf Vortragenden einen Blick über den Tellerrand des täglichen Uni-Alltags zu werfen und den anschließenden Raum für Fragen und Diskussion zu nutzen.

Die Inputs werden gehalten von:

Yerquin: „Kolumbien“
Wiebke: „Radentscheid in Weimar“
Hanna: „Campus Garten: aktueller Umzug und Mitsprache an der Fakultät“
Enikö: „Budapest und Istanbul – Handlungsspielräume oppositioneller Bürgermeister in autokratischen Nationalstaaten“
Lillà: „Cairo Chaos – wie 20.000.000 Menschen (mit mir) zusammenleben“

13.05.2021 20 Uhr online BBB

Wir freuen uns auf euch!
Die Kamingespräche

CHANCENGLEICHHEIT und GLEICHSTELLUNG an der UNIVERSITÄT

Wie gleichberechtigt sind wir an Universitäten? Wer sorgt dafür, dass alle die gleichen Chancen an der Uni haben? Was muss verändert werden, um dem Ziel der Gleichberechtigung an der Universität näher zu kommen?

Mit diesen und weiteren Fragen rund um das Thema "Chancengleichheit und Gleichberechtigung an der Universität" beschäftigte sich das Kamingespräch am 11.3., welches als Teil der "FLINTA-Kampftag" Veranstaltungsreihe eine Diskussions- bzw. Austauschplattform war, im Rahmen einer BBB-Konferenz.

Gemeinsam mit Tina Meinhardt, der Gleichstellungsbeauftragten der BUW; Dr. Michael Wallner, Referent für Gleichstellung und Diversität an der BUW; Jonathan von der studentischen Initiative queerYMR; Prof. Dr. Jutta Emes, Vizepräsidentin der BUW für Internationales, Diversität und Transfer und dem Career Service wollten wir herausfinden, wo wir als Universität- Universität aktuell stehen und uns über Erfahrungen, Wünsche und Ideen austauschen, welche wir und ihr alle rund um das Thema der Gleichstellung an der BUW habt. Es ging von kleinen Dingen, wie einer vereinfachten Beantragung der Studierendenkarte für non-binäre Personen, Unisextoiletten, über gendergerechte Sprache in der Lehre bis hin zu den großen Fragen um mehr Intersektionalität an der BUW.

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Soll Weimar seine Flächen verkaufen? – Merketal

Nächste Woche steht die Entscheidung im Stadtrat zum Verkauf der Flächen im Merketal an. Die anstehende Abstimmung im Stadtrat polarisiert. Die Stadt Weimar muss entscheiden, wie sie mit ihren eigenen Flächen umgeht, während Flächenfraß, Wachstum, Versiegelung und Klimawandel in ganz Deutschland heftig diskutiert werden. Für die Diskussion konnten wir u.a. Vertreter*innen unterschiedlicher Positionen aus verschiedenen Fraktionen im Stadtrat sowie einen Sprecher der LEG gewinnen; weiterhin von einem Bürgerbündnis, dem städtischen Naturschutzbeirat und der Stadt selbst.

Es wird also spannend werden! Allein in Weimar wird jeden dritten Tag so viel Fläche verbraucht, wie der Theaterplatz groß ist (Ratsinfo). Hören wir uns die Argumente für und gegen den Verkauf der Flächen an und wie immer könnt Ihr Euch an der Diskussion beteiligen.

Donnerstag 04.02.2021 um 20:00 auf BBB

SPRECHEN WIR ÜBER UND MIT DER POLIZEI

Alle kennen sie, manche hatten schon Kontakt mit ihr, viele misstrauen ihr: die Polizei. Es ist ein brisantes Thema, bei dem viele starke Gefühle haben. Wir haben am 14.Januar 2021 ein Kamingespräch zum Thema „Sprechen wir über und mit der Polizei“ veranstaltet, bei dem wir über verschiedene Aspekte rund um das Thema Polizei diskutiert haben. Dafür haben wir spannende Gäst*innen eingeladen:

Luise Klaus, Mitarbeiterin von dem von Dr.Tobias Singlnstein geleiteten Forschungsprojekt KviAPol der Ruhr-Universität-Bochum

Doreen Denstädt von der Thüringer Polizeivertrauensstelle

Dr. Martin Thüne, Lehrbeauftragter an der Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung im Fachbereich Polizei

Außerdem haben wir ein Interview mit einem*r angehenden Polisten*in geführt und anonymisiert vorgetragen. Nach kurzen Input-Vorträgen der Gäst*innen konnte in Break-Out-Rooms mit den Gästen ins Gespräch gekommen und über die verschiedenen Themen diskutiert werden. Es hat uns sehr gefreut, dass so viele Menschen digital gekommen sind und aktiv an den Gesprächen teilgenommen haben. Hier sind kurze Zusammenfassungen der Diskussionen:

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NEUE EUROPÄISCHE BAUHÄUSER

Die Kamingespräche sind in das neue Jahr mit einer Diskussion zu den „Neuen Europäischen Bauhäusern“ gestartet. Anlass ist der Bewerbungsprozess der Universität um die von der EU-Kommission ausgerufenen „Neuen Europäischen Bauhäuser“, welche eine Vorreiterrolle in den Themen Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit einnehmen sollen. Wir haben am 07. Januar eine erste öffentliche Diskussionsrunde an der Universität ermöglicht und dazu neun Gäste eingeladen: Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff (Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten), Prof. Dr. Klaus Dörre (Direktor des DFG-Kollegs Postwachstumsgesellschaften), Marc Weissgerber (Ehm. Vorstand der Climate und Innovation Communtiy), Milena Hufnagel (Klima AG der Bauhaus-Universität Weimar), Marcus Schreiber (Bauhauslebt), Prof. Dr. Max Welch Guerra (Professor für Raumplanung und Raumforschung) Prof. Dr. Ursula Damm (Professorin für Gestaltung Medialer Umgebungen), Prof. Dr.-Ing. Eckhard Kraft (Klima AG, Leiter der Professur Biotechnologie in der Ressourcenwirtschaft) und Prof. Dr. Steffen de Rudder (Professor für Städtebau)

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NEUSTART FÜR CHILE

Es war ein zweites Mal soweit – die Kamingespräche haben sich online vor dem digitalen Kamin getroffen und wieder in einer gemütlichen Runde (mit über 50 Interessierten) fleißig diskutiert. Diesmal zum Thema der neuen Verfassung für Chile. Wir haben uns die Fragen gestellt, wie es zu dieser Situation in Chile kam, wie bedeutend sie auch für die ganze Welt ist und was die Zukunft für Chile bringt – ein NEUSTART für CHILE? Dazu haben wir uns Gäste mit unterschiedlichen Bezügen zu dem Thema eingeladen, um mit ihren Inputs einen Überblick über die Lage in Chile zu bekommen und eine offene Diskussion einzuleiten.

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(Gem)einsam durch den zweiten Lockdown? – Studium im Coronaherbst

Wann ist denn der Lockown endich vorbei? Wie soll ich damit umgehen? Was hat das für Auswirkungen auf mein Studium und mein Alltag?

Im Wintersemester 2020 bildete das Kamingespräch „(Gem)einsam durch den zweiten Lockdown?" die Auftaktveranstaltung der diesjährigen Gesprächsrunden. Das Gespräch kreiste im Hinblick auf den nahenden zweiten Lockdown um die Frage der persönlichen Erfahrungen im ersten Lockdown, die Auswirkungen der gesellschaftlichen Ausnahmesituation auf einen persönlich, die Familie, die Gesellschaft und natürlich das Studium. Aufgrund des persönlichen Themas wurde das Gespräch in Präsenz in kleiner Runde mit vorheriger Anmeldung durchgeführt.
Das Sommersemester 2020 war das erste digitale Semester im Zuge der Corona-Krise. Hier kamen viele unterschiedliche Umstände zustande: die Universität begab sich in digitales Neuland, was sich vor allem auf die Lehre auswirkte, die Professor*innen mussten ihre Lehrkonzepte überarbeiten, die Studierenden waren im ganzen Land verteilt und schalteten sich aus dem alten Kinderzimmer in die Vorlesung oder verließen nicht selten erst gar nicht das Bett.
Die universitäre Welt war auf den Kopf gestellt, doch viele unserer Uni-Probleme, inklusive neugewonnener Vorteile, wurden überschattet durch die omnipräsente Covid-19 Pandemie.
Viele Studierende und ihre Familien waren gesundheitlich direkt betroffen, gehörten der Risikogruppe an oder hatten im familiären Umfeld oder im Freundeskreis Angehörige die betroffen waren. Zu der existenziellen Belastungssituation kamen alltägliche Sorgen um die Entwicklung der Pandemie und das Wohlergehen vieler Menschen und der Welt. Die tägliche Presseberichterstattung und der Corona-Zahlen Liveticker wurden angespannt verfolgt und prägten das Leben vieler Studierender.

Im Kamingespräch wurden unter anderem persönliche Erfahrungen darüber ausgetauscht, wie sich eine persönliche Betroffenheit auswirkte, wie den rechtlichen Einschränkungen begegnet wurde, wie sich die Studiensituation gestaltete und welche Folgen die gesellschaftliche Herausforderung der Pandemie kurz- und langfristig nach sich ziehen könnte.
Zu Beginn wurde deutlich, dass sich die persönlichen Empfindungen zu Beginn der Corona-Krise im März und April teilweise unterschieden. Während die einen den Lockdown als hinzugewonnene Zeit für persönliche Hobbys und lang aufgeschobene Pläne nutzen, das Abi besonders fleißig vorbereiten, das Gefühl verlängerter Semesterferien hatten und anfingen Gitarre zu lernen, befanden sich andere tagtäglich in großer Besorgnis um Familie, Freunde und Gesellschaft.

Anschließend wurde deutlich, dass diejenigen, die selber nicht unmittelbar betroffen waren, sich zwar dem Ausmaß der Pandemie bewusst waren, sich jedoch eingeschränkt sahen, persönlich etwas gegen die Pandemie über die AHA Regeln und Social Distancing hinaus zu unternehmen. So wurde versucht sich die Zeit während des Lockdowns angenehm zu gestalten, doch nicht selten ohne einem komischen Beigeschmack. Dies führte zu neuen Gitarren Skills, einem aufgeräumten Kleiderschrank und gemütlichen Lesestunden unter dem Kirschbaum. Weiterhin wurde angesprochen, dass das Erzählen dieser positiver Erfahrungen und der schönen Zeit während der ersten Welle nur zwiespältig mit anderen geteilt werde, da es ja nicht jedem in der Gesellschaft gut ginge und viele gelitten haben.
Der noch zu Beginn der Pandemie propagierte Spruch: „Corona trifft alle gleichermaßen“, konnte nachträglich als zu optimistisch gesehen werden. Vielmehr wurden Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft sichtbar, wenn nicht sogar verstärkt.
Mithilfe einer Tweedback Umfrage, konnten nun alle Teilnehmer*innen anonym Umfragen beantworten.Es stellte sich heraus, dass die Mehrheit der Teilnehmer*innen an der Diskussion leichte Meinungsverschiedenheiten in ihren Familien erlebte. Insbesondere gab es Uneinigkeiten bei der Auslegung der Kontaktbeschränkungen, wobei es innerhalb der Runde, vor allem um eine gewünschte strengere Einhaltung der Regeln ging. Hier wurde ebenfalls deutlich, dass sehr schwierig innerhalb der Familie und unter Freunden hierüber diskutiert werden konnte, da bei Meinungsverschiedenheiten immer die moralische Verantwortung um Tod und Leben in der Luft hing. Ebenfalls wurde die große eigene Unsicherheit benannt, wie in welcher Situation die richtige und vernünftige Entscheidung getroffen werden kann, denn wird das eigene Handeln reflektiert, kann in den eigenen Entscheidungen eine hohe Verantwortung gesehen werden. Treffe ich meine Oma? Sie möchte mich gerne sehen und sagt sie sei so einsam, aber was ist, wenn ich sie anstecke? Trage ich dann an ihrem Tod eine Mitschuld?
Sehr persönlich wurde es ebenfalls, bei dem Erfahrungsaustausch zum Thema Einsamkeit während der Pandemie. Eine knappe Mehrheit der Anwesenden fühlte sich während des ersten Lockdowns sehr einsam. Der erzwungene Wegfall von, sowie der freiwillige Verzicht auf Sozialkontakte führte zu einem immer belastender werdendem Gefühl der Einsamkeit. Zu einem immer beliebter werdenden Ausweg wurden Videokonferenzen. Überraschend konnten hier sogar mehr und weiter entfernte Sozialkontakte gepflegt werden. Mit der besten Freundin von früher konnte nun auf einmal stundenlang gequatscht werden und der Opa wurde virtuell auch öfter als früher besucht.
Ein großes Problem stellte der Studienbeginn im Wintersemester dar, denn aufgrund der Onlinelehre und dem Wegfall der regulären Einführungswoche konnten nur schwer neue Kontakte und Freundschaften am neuen Studienort geknüpft werden. Hier wurde schnell den höheren Semestern bewusst, welcher Luxus in Relation zur jetzigen Situation die ganzen Ersti Partys waren.
Abschließend wurden noch die Auswirkungen der Ausnahmesituation auf persönliche Verhaltensweisen und die Gesellschaft diskutiert. Grundlegende Veränderung wurden laut der meisten Studis im Small Talk festgestellt. Vor allem zu Beginn der Pandemie konnte sehr schnell auf eine persönliche Ebene gewechselt werden, indem nach ersten Worten bereits oft auf persönliche und intime Erfahrungen im Umgang mit den Herausforderungen eingegangen wurde, was einen tieferen und neuen Zugang zu den Mitmenschen erlaubte.
Das Kamingespräch "(Gem)einsam durch den zweiten Lockdown?" klang mit sehr lieben Worten aus. Alle Beteiligten schätzten die persönliche Atmosphäre und sahen sich auch daher ermutigt private Erfahrungen zu teilen.
Die Pandemie geht weiter und wir befinden uns inmitten des zweiten Lockdowns. Wie sich die Corona-Krise im zweiten Semester auf uns ausgewirkt hat, wird demnach sehr wahrscheinlich eine zweite Runde dieses Kamingesprächs im nächsten Semester nach sich ziehen, um auch die aktuellen Erfahrungen Revue passieren zu lassen.

Das Team der Kamingespräche bedankt sich sehr herzlich bei allen Anwesenden und wünscht allen gute Gesundheit!

NOTRE DAME

Zwischen Rekonstruktion und Neuinterpretation

Kamingespräch vom 26.06.2019

Foto Credits: Dr. Anne Hacket

Was ist passiert?

Vor etwas mehr als einem Jahr, am 15. April 2019, zerstörte ein Feuer den Dachstuhl und einen der Türme der weltbekannte Kathedrale Notre Dame de Paris.

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GEFLÜCHTETENSITUATION

Doppelkamingespräch über die Geflüchtetensituation in der EU und Thüringen

 

Kamingespräche vom 14.11.2019 und 21.11.2019

Wie haben wir unsere bisherige Zeit mit den coronabedingten Kontaktbeschränkungen verbracht? Die meisten Weimarer Studierenden waren wahrscheinlich durchgängig in Weimar oder zuhause bei ihren Familien. Bei vielen steht also mittlerweile die 9. Woche seit Inkrafttreten des ersten Maßnahmenpaketes der Bundesregierung an, die wir mehr oder weniger mit denselben Leuten verbringen. Vielleicht stellt sich bei manchen schon der Gedanke ein, dass auch diese Zwangspause langsam ein Ende haben könnte. Mittlerweile hat nun der ebenfalls kontaktarme Studienalltag wieder begonnen. Bei all den ärgerlichen Umständen – von stockenden Vorlesungen bis hin zum verschobenen Praktikum/Auslandssemester – sollten wir nicht vergessen, dass die Epidemie abseits der Universität teils gravierendere Folgen hat.

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SPEAKERS CORNER

Vom Protestieren und dem Einstehen für Veränderungen in Ecuador und Ungarn

Kamingespräch vom 24. 10. 2019

Speakers Corner ist das offenste Format der Kamingespräche: jede*r bekommt dabei die Möglichkeit ein vorab vorbereitetes Thema, was besonders am Herzen liegt, kurz und knapp vorzustellen. Im Anschluss wird darüber diskutiert und ein Austausch über die Themen angeregt, die normalerweise aus dem Blick geraten.

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